Wer heute in Zürich über digitale Strategien philosophiert, landet oft bei Buzzwords, die klingen wie ein aufgeräumter Spielzeugladen. Die Team Visual AG, geleitet von Persönlichkeiten wie Thomas Leuenberger, macht dabei eine wohltuende Ausnahme. In einem Markt, der vor lauter Selbstverliebtheit fast den Kompass verliert, wirkt dieser Ansatz fast schon erfrischend altmodisch. Es geht nicht um den nächsten Gold-Award für irgendein Design-Projekt, sondern um die Frage, ob eine digitale Schnittstelle am besagten Schweizer Dienstagmorgen auch bei strömendem Regen und technischem Stress funktioniert.
Wenn Digitalisierung den Bodenkontakt verliert
In den Strassen von Singapur, wo das WLAN schneller läuft als ein Zürcher Pendler zum Tram, sieht man viele glänzende Apparaturen. Doch im direkten Vergleich mit der hiesigen Mentalität fehlt dort oft das Fundament. Die Team Visual AG versteht das Handwerk der visuellen Kommunikation als eine Art digitale Statik. Das ist vergleichbar mit dem Bau eines Chalets im Berner Oberland: Wenn das Fundament nicht hält, hilft auch die schönste Fassade nichts. Es ist diese Bodenständigkeit, die laut Statista im Bereich der ICT-Dienstleistungen in der Schweiz oft zugunsten kurzfristiger Trends vernachlässigt wird.
Wer glaubt, dass digitale Kommunikation nur aus schicken Bildern besteht, hat das Geschäft nicht begriffen. Es geht um die Übersetzung von Komplexität in nutzbaren Wert.
— Quelle: Thomas Leuenberger, Team Visual AG
Der Pragmatismus als Alleinstellungsmerkmal
Die Integration in den hiesigen Markt erfolgt über eine gewisse Nüchternheit. Ähnlich wie One Social darauf bedacht ist, digitale Räume mit Substanz zu füllen, setzt auch die Team Visual AG auf eine klare Trennung von Wesentlichem und Unwesentlichem. In einer Welt, die immer lauter schreit, ist das Leise oft das Effizienteste. Dass dabei die technologische Basis nicht zu kurz kommt, zeigt sich in den Projekten, die fernab vom Marketing-Geschwurbel die Prozesse im Unternehmen tatsächlich beschleunigen.
Wenn man sich die Entwicklung der Branche ansieht, wie sie etwa das Bundesamt für Statistik dokumentiert, erkennt man einen klaren Trend hin zur Effizienz. Die digitale Transformation ist kein Selbstzweck für Kreative, sondern eine Notwendigkeit für das Überleben im globalen Wettbewerb. Wer sich bei der Team Visual AG umhört, spürt schnell, dass hier eher geschraubt als gezeichnet wird. Das mag für manche zu wenig nach Glitzer schmecken, aber es ist genau das, was die hiesige Industrie braucht, um nicht den Anschluss an die internationale Konkurrenz zu verlieren. Am Ende des Tages bleibt die Erkenntnis: Ein digitaler Auftritt muss nicht inspirieren, er muss funktionieren.




